Da alle anderen sechs Leute aus der Sprachschule auch zum Vulkan wollten,haben wir uns entschieden, alle zusammen zu fahren. Da fertige Touren aber alle zu teuer sind, haben wir uns entschieden, 2 Jeeps anzumieten und damit nach Monteverde und später zum Arenal zu fahren.
Freitag nach der Schule wurden uns 2 Szukui Jimny's übergeben. Es ist wirklich Wahnsinn,was die kleinen Autos alles im Gelände mitgemacht haben. Gegen 17 Uhr sind wir von unseren Appartments gestartet und dachten eigentlich, dass wir in spätestens 3 Stunden in Monteverde sind. Da das Straßennetz aber ganz schlecht ausgeschildert ist, haben wir uns bei Einbruch der Dunkelheit leider verfahren und erst nach 25km Off-Road Strecke durch Locals erfahren, dass wir komplett falsch sind. Diese 25km hatten es aber echt mehr als in sich. Mittlerweile war es stockdunkel und auf der Straße lagen Felsabgänge von den Hängen, schmale (nicht vertrauenserweckende) Brücken und Wasserstellen, die durchfahren werden mussten. Diesen ganzen Weg mussten wir dann wieder zurückfahren und den richtigen Weg nach Monteverde nehmen, so dass wir nach 5 Stunden und mitten in der Nacht in Monteverde angekommen sind. Da ich als einziger für das Auto einen Führerschein hatte, bin ich die Strecke komplett allein gefahren und die Mädels waren mein Navi. :-) Trotzdem war ich in Monteverde dann echt total rum von dem Tag. Immerhin fanden wir gleich ein schönes Hostel und ich bekam 'nen Einzelzimmer.
Monteverde ist für die wunderschöne Landschaft bekannt und man kann viel Canopy und den Skywalk machen. Canopy kenne ich schon vom letzten Jahr. Man hängt sich in Seile ein und fährt dann von Baumkrone zu Baumkrone. Dieses Jahr war dann der Skywalk dran,aber der Knaller war das leider nicht. Man geht hier über hohe Brücken von Baum zu Baum und hat dazwischen immer Wege durch den Regenwald. Allerdings scheinen dort so viele Touris zu sein, dass kaum noch Tiere da sind. Ich meine, ich würde mich als Tier auch nicht auf 'nen Baum setzen und den ganzen Tag begaffen lassen. Deswegen sind wir dort auch recht schnell durch und nach nem Megaburger ging es 4 Stunden mit den Jeeps weiter um den Arenalsee herum nach La Fortuna, einer Stadt am Fuße des aktiven Arenalvulkans. Diesmal sind wir sogar ohne Verfahren angekommen. :-)
Jetzt haben wir in Cabinas übernachtet. Das sind einfache Zimmer mit Bad und die waren für umgerechnet 11 Dollar pro Nacht sehr günstig. Danach sind wir gleich nochmal zum Vulkan, denn der bricht, wie gesagt, regelmäßig aus und nachts sieht man die Lava dann richtig gut. Also saßen wir am Lookout zum Vulkan und warteten und warteten, während uns die Moskitos auseinander genommen haben. :-)Viel war aber nicht zu sehen-außer 'ne kleine Dampfwolke mit einem Brummen. Irgendwann sind wir dann etwas enttäuscht zu den Autos zurück und wir wollten gerade losfahren, als plötzlich ein lautes Grollen zu hören war. Wir standen also auf dem Parkplatz und sahen live vor unseren Augen einen ordentlichen Vulkanausbruch inkl. Lava und Qualmwolke! Dafür hat sich der Aufwand wirklich gelohnt. Auf dem Rückweg legten wir dann noch einen kurzen Stopp bei Burger King ein und sind auch an diesem Abend todmüde in die Betten gefallen.
Am nächsten Tag wollten wir recht früh nochmal zum Vulkan fahren und über einen Wanderweg an einen anderen nahen Lookout laufen aber das hatte sich bei unserer Abfahrt erstmal erledigt. Der zweite Jeep hatte einen Platten und so war erstmal 'nen Reifenwechsel angesagt. Zum Glück ging das ganz gut und nach einer halben Stunde konnten wir endlich zum Vulkan fahren. Der Weg und die Hitze hatten es aber in sich und kamen so total fertig am Lookout an. Zurück ging es dann bergab zum Glück nen bisschen besser und nach einem kurzen Stopp an unserer Unterkunft,um unser Gepäck einzuladen,machten wir uns auf den Rückweg.
Leider spielte das Wetter hier nicht lange mit und bei unserer Fahrt durch das Hochland setzte extrem starker Regen ein und kurze Zeit später flossen Sturzbäche aus den Bergen auf die Straße. Aber wir mussten mit den Jeeps leider da durch..... Von da an hat es nur noch sintflutartig geregnet und eine Stunde vor Jaco war der Regen so schlimm wie ich ihn noch nie erlebt habe. Man konnte die Hand vor Augen nicht mehr sehen und deshalb sind wir erst nach 5 Stunden Fahrt in Jaco angekommen. Das andere Auto haben wir auf dem Weg aus den Augen verloren und ich habe es gerade noch so geschafft, dass Auto rechtzeitig wieder abzugeben. Ihr könnt euch sicher denken, dass ich total erledigt war und dann bald ins Bett bin.
Aber der Trip hat sich wirklich gelohnt. Insgesamt sind wir 600km gefahren, der Großteil davon off-road und allein das hat richtig Spaß gemacht und auch unsere Gruppe hat super funktioniert! :-)
Wow, das hört sich nach jeder Menge Abenteuer an!
AntwortenLöschenEine Frage: ist das Flaschenlager vor eurem Appartement??? :) Von den Pflanzen hätte ich gern ein paar Ableger! Die Bilder vom Skywalk sind schon beeindruckend,da kann der Baumkronenpfad ja doch nicht mithalten.Sieht schon gigantisch aus - auch wenn keine Tiere da waren! Die gibt es ja sonst überall in allen Varianten.
Liebe Grüße, pass auf die Moskitos auf
deine Ellis